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Ursachen des Problems der Ökonomen mit dem Wert

Die Verwirrungen der Ökonomen rings um den Wert-Begriff lassen sich im Wesentlichen auf 3 grundsätzliche Kardinalfehler zurückführen:

Die Ökonomen verwechseln Austausch (WX D WY) mit Gleichheit.

Auf der Suche nach dem Wert einer Warenmenge setzen sie die verschiedenen Warenmengen einfach gleich (x Ware A = y Ware B), weil sie davon ausgehen, daß es zwischen Warenmenge A und Warenmenge B etwas Gleiches geben muß, wenn sie gegeneinander ausgetauscht werden. Diese Gleichsetzung gilt aber nur für den Spezialfall x = y und A = B (1 Rock = 1 Rock). Die Gleichsetzung von Mengen unterschiedlicher Einheit (A ≠ B) verstößt aber gegen das Kommensurabilitäts-Prinzip. Mengen unterschiedlicher Einheit sind prinzipiell inkommensurabel! (Äpfel ≠ Birnen)

Auf der Suche nach dem Wert, leiten die Ökonomen aus der umgangssprachlichen Formulierung, die Warenmenge A sei die Warenmenge B wert und der Gleichsetzung x Ware A = y Ware B, ab: der Wert der Ware A sei gleich die Warenmenge B. Das würde bedeuten, daß eine Größe gleich einer Menge sei, was gegen die Prinzipien des Menge-Eigenschaften-Größen-Wert-Konzeptes verstößt. Gemäß diesem Prinzip sind Größen eine andere Kategorie als Mengen und auf keinen Fall miteinander vergleichbar, was man auch als kategorische Trennung von Mengen und Eigenschaften formulieren kann.
Die Gleichsetzung von Menge und Größe findet auch heutzutage in der Form von 1 EUR = 1€ (mit Euro als Mengeneinheit und € als Größeneinheit) statt und verstößt gegen die oben genannten Prinzipien.

Mit der Gleichsetzung unterschiedlicher Warenmengen (x Ware A = y Ware B oder W1 = W2 oder Relativum = Äquivalent) wollen die Ökonomen den Wert der Warenmenge A mit einer Warenmenge B bestimmen und verstoßen damit gegen das Prinzip der kategorischen Inkommensurabilität von Menge und Eigenschaft. Ein Auto ist etwas anderes als 50 km/h, ein Sack Kartoffeln etwas anders als 5 kg. Die Geschwindigkeit des Autos kann nicht in y Motorräder ausgedrückt werden, das Gewicht der Kartoffeln nicht in z Schokoladentafeln. Der Wert einer Ware ist eine Größe und kann nicht in einer anderen Warenmenge ausgedrückt werden.

Als Drittes verwechseln die Ökonomen Austausch (W1 D W2) mit Äquivalenz. Äquivalenz heißt Gleichwertigkeit. Gleichwertigkeit kann es aber nur zwischen Größen gleicher Art geben (z.B. zwischen der Masse von W1 und der Masse von W2). Nur wenn die Größen gleich sind (z.B. m1 = m2) können wir von Äquivalenz sprechen. Da der Wert einer Ware offensichtlich eine Größe ist, muß nach jener Eigenschaft gesucht werden, die alle Waren gemeinsam haben.

Damit sind die Hauptirrtümer der Ökonomen sämtlicher Lager offengelegt.